In unserer Arbeit benutzen wir das Spiel als eine wesentliche Methode. Theaterspiele helfen uns, unsere körperlichen Ausdrucksmöglichkeiten auszutesten. Das Theaterspiel unterstützt uns aber auch dabei, uns auf eine im Alltagsleben unübliche Art kennenzulernen und Themen anzusprechen, die sonst nicht so leicht zur Sprache kommen.

 

Zum Anderen bedienen wir uns verschiedener Kommunikationsspiele (zum Beispiel Schulz von Thun), um uns auf diese Art der unterschiedlichen Kommunikationsweisen bewusst zu werden. Dies hilft uns, Missverständnissen vorzubeugen, die insbesondere in interkulturellen Gruppen oft entstehen.

 

Einen wesentlichen Anteil unserer Arbeit bildet die Auseinandersetzung mit Konflikten, welche in mehreren Schritten erfolgt. Auf diese Weise entsteht ein Forumtheaterstück:

 

In einem ersten Schritt benutzen wir das aus dem Theater der Unterdrückten entlehnte Statuentheater. Jedes Mitglied hat die Möglichkeit, einen persönlichen Konflikt in einem Standbild darzustellen, indem es als MarionettenspielerIn fungiert und durch die Anderen, die sich wie Marionetten führen lassen, den selbst erlebten Konflikt zeigt.

 

In einem zweiten Schritt wird das Bild, der Konflikt und erste Lösungsansätze in der Gruppe diskutiert.

 

In einem dritten Schritt entsteht aus dem Bild ein Forumtheaterstück. Die Stücke bestehen meist aus drei bis fünf Szenen und schaffen einen Kontext für den erlebten Konflikt.

 

In einem letzten Schritt werden Lösungsmöglichkeiten für den Konflikt gesucht, indem die Unterdrückten und mögliche HelferInnen ausgetauscht werden können. Das Forumtheater bietet die Gelegenheit, in einem sicheren Rahmen praktische Lösungsansätze zu erproben.